Poolbar

Krautwurm fröstelte in seiner Badehose an der Poolbar. "Mix mir noch einen Mo­ji­to, Olaf!", sagte er in scharfem Ton zum Barkeeper, während sein Atem in der Luft kleine weiße Wölkchen bildete. Olaf knurrte ungehalten und zog seine Hand­schuhe aus. Er verrührte zum x-ten Mal die vorgeschriebenen Ingredienzen und stellte den fertigen Drink vor Krautwurm hin. … Weiterlesen Poolbar →

Gastbeitrag: Wie es kam, dass Herr Emm eine Fee aus den Fängen eines seriösen Ankäufers errettete

Zu einer Zeit als Herr Emm gerne die UnaussprechBar aufsuchte herrschte meist bedrohliche Leere in seiner Brieftasche und der Pegel seines Bankkontos pendelte zwischen einer schwarzen Null und dem Überziehungsrahmen. So kam es, dass er manchmal zum Monatsultimo hin, sich einiger Besitztümer im Austausch gegen bares Geld entledigen musste. Just in einem solchen Augenblick fiel … Weiterlesen Gastbeitrag: Wie es kam, dass Herr Emm eine Fee aus den Fängen eines seriösen Ankäufers errettete →

Noch nie

Herr Maier lindert und verhindert in Bars die Wirkungen der Schwerkraft, wann immer er dies vermag. Geistesgegenwärtig ist er bereit, nach Gläsern zu hechten, die vom Tre­sen zu rutschen drohen, gelegentlich sogar auf tollkühne Art und Weise. Lieber riskiert Herr Maier Prellungen oder sogar Knochenbrüche, als dass er ein Glas auf dem Boden zerschellen sieht. … Weiterlesen Noch nie →

Vieraugenprinzip

Soll ich euch etwas gestehen? Ich besuche andauernd die Harlekin Bar, aber nicht, weil dort die Drinks so vorzüglich sind oder so günstig oder weil die Atmos­phäre dort so angenehm ist oder die anderen Gäste so nett, nein, deswegen bege­be ich mich nicht in die Harlekin Bar, sondern weil dort immer, wenn ich eintrete und … Weiterlesen Vieraugenprinzip →

Hemmetmayer, Wolny, Alabaster und Udo

Hemmetmayer trank an der Bar einen Kamillentee. "Das ist ein klarer Stil­bruch", sagte der Spielleiter Wolny, "geeignet um einen ganzes Theaterstück zu ruinieren oder in unserem Fall ein ganzes Leben, nämlich das eines Barkeepers, der in seiner Bar ein solch widersinniges Getränk servieren muss." "Udo Jürgens hat Kamillentee auch geliebt", sagte Hemmetmayer, "und er ist … Weiterlesen Hemmetmayer, Wolny, Alabaster und Udo →

Lätzchen

Der selbständige Handelsvertreter Zecker band sich ein schweinchenrosafarbe­nes Lätzchen um den Hals und begab sich in die Undank Bar in Brunsbüttel, wo er sich an seinem Stammplatz am Tresen niederließ. Dem ehemaligen Leichtmat­ro­sen Hein Pellworm, der auf dem Hocker neben Zecker saß und sein fünfzehn­tes Pils in gleichmäßigen Schlucken in sich hineinlaufen ließ, fiel das … Weiterlesen Lätzchen →

Absacker

Das Pferd und der Pinguin sitzen am Tresen in der Bar. Der Pinguin ist bereits sternhagelvoll. "Es wird Zeit, dass wir nach Hause fliegen", wiehert das Pferd mahnend, das auch bereits tüchtig getankt hat, "sonst passiert womöglich noch ein Unglück." "Nur noch einen Absacker", bettelt der Pinguin, "komm schon!" Das Pferd bläht seufzend die Nüstern. … Weiterlesen Absacker →

In der Undank Bar

"Can you hear me, Major Tom?", singt David Bowie in voller Lautstärke aus den Boxen in der zum Bersten vollen Undank Bar, die im Zentrum von Brunsbüttel gerade neu aufgemacht hat. "Was?", fragt der ehemalige Leichtmatrose Hinkel am Tresen seinen Nebenmann, der irgendetwas zu ihm gesagt hat. "Ich hab dich nicht verstanden, es ist so … Weiterlesen In der Undank Bar →

Mezkal

Ich sah, dass aus dem Boden vor mir ein seltsamer Schlauch ragte, den ich ins­tink­tiv tierischem Ursprung zuschrieb. Ich bat meinen Faunaberater um seine Ein­schätzung. Ich liege völlig richtig, sagte mein Berater, der Schlauch sei der hohle abgestorbene Leib eines Wurms, an dessen sich im Erdreich nicht selten ein Wurmloch befinde. Ich zog den Schlauch, … Weiterlesen Mezkal →

Kowalski

Kowalski beanspruchte in der leeren Bar drei Plätze an der Theke, stellte auf den Hockern zu sei­ner Linken und zu seiner Rechten zwei unterschiedliche Behältnisse ab und wuch­tete seinen mächtigen Hintern auf den mittleren Sitz. "Moment", protes­tierte der Barkeeper. "Drei Hocker? So geht das nicht! Wie viele bist du denn?" "Ich bin einer mit zwei … Weiterlesen Kowalski →

Wie Pudding und Radieschen

Nach Erlangung seines Abschlussdiploms an der Tubaschule Cuxhafen begab sich der Tubist Trötel, wie es sich für frisch ausgebildete Blasmusiker gehört, auf Wanderschaft. Im italienischen Poggibonsi machte er die Bekanntschaft des leicht unterbelichteten Trianglisten Tunkerbell, der, obwohl er kein Abschluss­dip­lom einer Triangelschule vorweisen konnte, schon seit Jahren unterwegs war und der Trötel von da an … Weiterlesen Wie Pudding und Radieschen →

Fabel vom Hasen und seinem Über-Ich

"Wo bin ich?", mümmelte der Hase. "Es ist ziemlich komisch hier, gar nicht hasenkonform." "Du sitzt in der Klemme", sagte sein Über-Ich. "Hättest du nur vorher auf mich gehört!" "Stimmt", mümmelte der Hase, "ich kann mich keinen Spaltbreit bewegen, weder vorwärts noch zurück. Der Raum, in dem ich mich befinde, ist spitz und eng. Als … Weiterlesen Fabel vom Hasen und seinem Über-Ich →

Einbildung ist auch eine Bildung

"Was treibst du da?" "Sieht man das nicht? Ich jage!" "Jagst du oder treibst du? Ich sehe keinerlei Gerät. Du fuchtelst nur mit deinen leeren Händen!" "Ich jage", wiederholte Beta. "Es ist aber alles streng geheim. Ich habe ein Schweigegelübde abgelegt." "Ein Gelübde?", fragte Alpha ungläubig nach. "Wer verlangt denn ein Gelübde?" "Das Institut für … Weiterlesen Einbildung ist auch eine Bildung →