Arbeitsbienen

Lazilla wollte keine Arbeitsbiene mehr sein. Alle arbeiten bis zum buchstäblichen Umfallen. Sie hatte zusätzlich noch etwas schlechtes Karma, da sie als Sommerbiene eine Lebenserwartung von maximal 35 Tagen aufwies. Wäre sie zumindest als Winterbiene zur Welt gekommen, dann wären es zumindest bis zu neun Monate. Während alle anderen Arbeitsbienen fleißig ihr vorgesehenes Programm durchzogen, … Weiterlesen Arbeitsbienen →

Bienenflink

"Bienenfleißig sollst du stets sein", riet mir mein Onkel Ferdinand bei jeder sich bietenden Gelegenheit, "und bienenflink." Lange Zeit schwieg ich zu seinem Rat, aber eines Tages drängte es mich doch, ihn endlich zu korrigieren. "Es heißt wieselflink, Onkel Ferdinand!", rief ich. "Nicht bienenflink." "Bienen, Wiesel, ist doch alles das gleiche Viehzeug!", erwiderte mein Onkel … Weiterlesen Bienenflink →

Leihgehirne

Ich bin verliebt in meine Nachbarin, die sich regelmäßig nackt im Garten sonnt. Sie ist Atomphysikerin. Ich würde mich gern verbindlich mit ihr paaren. Weil ich kein Draufgänger und kein Geistesriese bin, rät mir ein Freund zu tierischen Leihgehirnen. Damit könne man, sagt er, seine kognitive Leistungsfähigkeit situationselastisch steigern. Vom Chirurgen meines Vertrauens lasse ich … Weiterlesen Leihgehirne →

Kesse Bienen

Kess war ein Attribut, das nur von anderen vergeben werden konnte und das eigene Hinarbeiten war ein schier auswegloses Unterfangen. Kess waren immer nur junge Frauen, die Begrifflichkeit aber leider viel zu schnell abgenutzt. Das hinderte aber eine in die Jahre gekommene kesse Biene nicht daran, diesen Lebensstil weiter zu pflegen. Sie entschied, wann sie … Weiterlesen Kesse Bienen →

Biberle

Der Rennfahrer Biberle, der mit Vornamen Erwin hieß, gewann einmal ein Rennen in Erolzheim. Ob es ein Radrennen oder ein Autorennen war, ist nicht überliefert. Jedenfalls erhielt er bei der Siegerehrung einen Lorbeerkranz und wurde von den drei Ehrenjungfrauen auf dem Siegertreppchen so stürmisch, feucht und lang anhaltend geküsst, dass die Imkertochter Mechthild, Biberles Verlobte, … Weiterlesen Biberle →

to bee or not to be

Obwohl eine Wetterwarnung im Bienenstock ausgegeben wurde, startete im April eine junge Biene ihren Ausflug. Sie genoss mit der Geburt beginnend eine intensive Schulung im Bienenstock, hielt aber von den ewigen Belehrungen über Fleiß und soziales Verhalten eher wenig, nein sie genoß das Alleinsein sehr. Kein dämliches Summen weit und breit, keine Vorschriften, keine Rücksicht, … Weiterlesen to bee or not to be →

Bienengeschäft

Bienen fliegen wohlbekannt Über großes weites Land Über Felder, Blumen, Wiesen Worüber Sonnenstrahlen sich ergießen Purporrot und dunkelblau Die Blumen sind welche der Tau in aller Früh am Morgen stets Mit Tränen samtigweich benetzt So manche Blume hat gesehen Die so sanft im Winde wehen Die Biene, dieses kleine Tier Jenes summend fliegt umher In … Weiterlesen Bienengeschäft →

Hochstand IV. – Das Schweigen der Spechte

Das blaue Klappfahrrad war wieder schlank wie früher, der leistungsstarke E-Motor hatte wegen andauernder Überbeanspruchung den Geist aufgegeben. Felicitas war fitter denn je und genoss die neue Leichtigkeit, die sie nun wieder häufiger in den Wald führte. In Erinnerungen schwelgend lauschte sie dem vielstimmigen Zwitschern der Amseln, Finken, Meisen und Stare. Am Hochstand angekommen schrie … Weiterlesen Hochstand IV. – Das Schweigen der Spechte →

Ende des Beziehungsblogs

Irgendwann gehen auch die schönsten Dinge zu Ende. Es wird Mitte Oktober noch eine gemeinsame Geschichte - traditionellerweise geht es wieder um einen Hochstand - als Abschluss veröffentlicht. Danach werden wir vermutlich wieder ein neues Projekt starten. Einstweilen möchten wir uns bei euch allen für die Treue und die vielen positiven Feedbacks herzlich bedanken. Michael … Weiterlesen Ende des Beziehungsblogs →

Bürsten

Im Treppenhaus auf dem Arbeitsamt stolperte Apollonia über einen Satz unterschiedlicher Bürsten, die dort herrenlos herumlagen. Weil sie eine ehrliche Haut war, wollte sie ihren Fund unten im Erdgeschoss beim Pförtner abgeben, damit der Besitzer ermittelt werden konnte, der seine Putzutensilien womöglich bereits schmerzlich vermisste. Der Portier, der aussah wie ein Wasserbüffel, der schon viel … Weiterlesen Bürsten →